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Atemschutzleistungsprüfung in Grafendorf

Erstellt von OBI d.V. DDI Hans Peter Feichtinger, BSc am 14.04.2019

Die Atemschutzleistungsprüfung in Bronze und Silber, welche heuer am 13.04.2019 in der Neuen Mittelschule in Grafendorf abgehalten wurde, stellte höchste Ansprüche an die Atemschutzträger im Feuerwehrwesen. Zahlreiche Teilnehmer mussten im Stationsbetrieb Wissen, Geschick und Teamgeist unter Beweis stellen.

Atemschutzeinsätze zählen zu den gefährlichsten und vielseitigsten Einsätzen auf dem Gebiete des Feuerwehrwesens. Zwecks Sicherstellung einer guten Vorgehensweise im Ernstfall und einer strukturierten Handhabung dieser besonderen Geräte wurde im Jahr 2004 begonnen, die Atemschutzleistungsprüfung (ASLP) in den Stufen Bronze, Silber und Gold abzuhalten. An der ASLP in Bronze und Silber der Bereichsfeuerwehrverbände Hartberg und Fürstenfeld, welche heuer am 13.04.2019  in den Räumlichkeiten der Neuen Mittelschule Grafendorf (Bereich Hartberg) abgehalten wurde, nahmen insgesamt 18 Trupps aus den Bezirken Hartberg, Fürstenfeld, Weiz, und Feldbach teil. Unter den 72 Atemschutzträgern stellten sich mit Bravour einige Frauen dieser Herausforderung.

Für die strenge und faire Bewertung der Atemschutztrupps waren, unter der Führung von Bewerbsleiter OBI Franz Höller und Bewerbsleiter-Stellvertreter BI d.F. Thomas Pfeifer, 25 Bewerter verantwortlich.

Ideal vorbereitet wurde die Veranstaltung von der örtlichen Feuerwehr Grafendorf, welche unter der Führung von HBI Ing. Peter Domweber und OBI Ewald Rammel sowie dem örtlichen Atemschutzwart BM David Hofer für optimale Rahmenbedingungen sorgte.

Bewerbsabwicklung im Stationsbetrieb

Die Atemschutzleistungsprüfung selbst wird im Stationsbetrieb durchgeführt. Insgesamt fünf Stationen sind zur Erreichung des Bewerbszieles zu absolvieren. Hauptaugenmerk während der Prüfung wird auf eine möglichst fehlerfreie Arbeitsweise sowohl des einzelnen Bewerbers als auch des gesamten Atemschutztrupps gelegt.

„Die Atemschutzleitungsprüfung ist ein wichtiges Werkzeug, um die gelernten Handgriffe zu perfektionieren, sodass alle Feuerwehrkameraden und -kameradinnen sicher und wohlbehalten wieder von Atemschutzeinsätzen heimkehren können“,  so Bewerbsleiter und Bereichsatemschutzbeauftragter Oberbrandinspektor Franz Höller.

Zu Beginn bei Station 1 müssen im Rahmen einer „Theoretischen Prüfung“ im Mulitple-Choise-Verfahren Fragen richtig beantwortet werden.

Schwerpunkt der darauffolgenden Station 2 liegt in der korrekten „Inbetriebnahme“ der Atemschutzgeräte und in der Berechnung richtiger Rückzugszeiten durch den Gruppenkommandanten.

Zur ersten Einsatzabwicklung kommt es bei Station 3. Eine „Menschenrettung“ aus einem Raum im zweiten Obergeschoß des Brandhauses ist mittels Tragetuch durchzuführen. Es gilt, einen „Dummy“ mit einem Lebensgewicht von
ca. 80 kg zu retten.

Der zweite Einsatzauftrag im Zuge der Atemschutzleistungsprüfung wird bei
Station 4 abgewickelt.   Die Atemschutztrupps müssen eine Brandbekämpfung durch einen simulierten „Innenangriff“ im zweiten Obergeschoß mittels Hochdruckrohr durchführen.

Zu guter Letzt wird bei Station 5 die „Gerätekunde und Einsatzdokumentation“ durchgeführt. Hauptaugenmerk bei dieser Station liegt in der richtigen Betriebsfertigmachung der Pressluftatmer.

Begehrtes Edelmetall bei Schlusskundgebung überreicht

Im Rahmen der Schlusskundgebung, welche um 14:00 Uhr am Vorplatz der Neuen Mittelschule Grafendorf abgehalten wurde, konnten die angetretenen Atemschutztrupps die erfreuliche Nachricht der bestandenen Prüfung vernehmen.

Zahlreiche Ehrengäste und Feuerwehroffiziere wohnten dieser Siegeszeremonie bei. An der Spitze der Ehrengäste standen der Bürgermeister der Marktgemeinde Grafendorf Bürgermeister Johann Handler  sowie die beiden Vizebürgermeister Ing. Harald Pöltl und Gerald Hofer. Vom Bereichsfeuerwehrverband Fürstenfeld konnte Oberbrandrat Gerald Derkitsch willkommen geheißen werden. OBR Thomas Gruber und BR Johann Hierzer (BFV Hartberg) wohnten der Schlusskundgebung ebenfalls bei. Musikalisch umrahmt wurde die Verleihungszeremonie von einer Abordnung der Marktmusikkapelle Grafendorf.

 „Im Bereich Hartberg tragen das Atemschutzleistungsabzeichen in Bronze
703 Feuerwehrmitglieder und in Silber 416 Mitglieder“,  berichtete Bewerbsleiter Höller mit Stolz im Zuge der Abzeichenübergabe.

Nach den Grußadressen der beiden Bereichsfeuerwehrkommandanten OBR Gruber (BFV Hartberg) und OBR Derkitsch (BFV Fürstenfeld) sowie des Bürgermeisters erfolgte die Übergabe der Leistungsabzeichen an die Gruppenkommandanten der jeweiligen Atemschutztrupps.

Der Bereichsfeuerwehrverband Hartberg gratuliert allen Teilnehmern zur bestandenen Atemschutzleistungsprüfung und wünscht für die weitere Leistungsabzeichen bzw. Feuerwehrtätigkeiten alles Gute!


Bericht und Fotos: DDI Hans Peter Feichtinger


 

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